Wie nah Zivilisation und Wahnsinn beieinander liegen. Wie klein der Schritt ist, um eine Bestie zu werden. Ein Wort kann töten. Im Kopf beginnt es: Eine Maschine, ein mörderischer Apparat. Ein Mensch, der verzweifelt an der Unzulänglichkeit des menschlichen Seins.

Die Sprache wird zu Musik: ein Melodram. So eingedampft, nackt und konzentriert wie ein (Alp-)Traum: Ein Spieler, ein Musiker, eine Skulptur. Ein Flügel im Zentrum. Die Inszenierung von Kafkas Erzählung aus dem Jahr 1914 ist eine Grenzwanderung, bei der man nie sicher sein kann, ob man heil ankommt. Ein Wagnis. Ein (Sprach-)Experiment in Zeiten, in der die Welt nicht mehr überschau- oder gar beschreibbar scheint.